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Viele Erwachsene haben Probleme mit dem Lesen und Schreiben / Kreis und Stadt unterstützen Lernangebote

alfamobil 002Zeitung lesen, Notizen für die Kinder schreiben, im Büro E-Mails verschicken – für viele Erwachsene in Ostholstein sind diese Alltagshandlungen kaum zu überwindende Hürden. Um auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen, kommt das Alfa-Mobil des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e.V. (BVAG) am Mittwoch, d. 31. August nach Oldenburg in Holstein. Von 09:00 bis 13:00 Uhr wird es am Wochenmarkt vor dem Rathaus stehen.

alfamobil 004„Viele Menschen sprechen uns spontan an und informieren sich über Kursangebote vor Ort“, sagt Projektleiterin Julia Werner. Deshalb arbeitet das bundesweit tätige Projekt mit lokalen Ansprechpartnern zusammen. In Oldenburg besucht das Alfa-Mobil die Regionalstelle für Alphabetisierung und Grundbildung, die in der Volkshochschule Oldenburg angesiedelt ist. Nach der Sommerpause starten die Kurse, in denen sowohl Leseanfänger als auch Fortgeschrittene mit Rechtschreibschwierigkeiten willkommen sind, wieder. Dank der Finanzierung aus Mitteln des ESF-Fonds, des Landes Schleswig-Holstein und des Kreises Ostholstein können die Kurse in Heiligenhafen, Oldenburg, Neustadt, Eutin und Sereetz kostenfrei angeboten werden. Selbstverständlich wird der Kursbesuch vertraulich behandelt. Anmelden kann man sich bei Adrienne Rausch bei der Volkshochschule Oldenburg (04316-5083917).

Die Stadt Oldenburg und die VHS Oldenburg haben sich erfolgreich für die Teilnahme am Projekt „AlphaKommunal – Transfer“ beworben, das die bessere Verankerung der Grundbildungsarbeit in der Kommune und die breitere Akzeptanz der Grundbildungsangebote zu seinen Zielen rechnet. Der Bürgermeister Oldenburgs, Martin Voigt, unterstützt das Projekt persönlich und wird auch am Alfa-Mobil am Mittwoch anzutreffen sein. Die Stadt Oldenburg möchte eine Vorreiterrolle bei der Unterstützung von Menschen mit Grundbildungsdefiziten einnehmen.

Den Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung wird Sabine Karwath als Vorstandsmitglied repräsentieren, die Volkshochschule Michael Kümmel. Am Alfa-Mobil werden auch Kursleitungen anzutreffen sein, die gern etwas über ihre Arbeit und über ihre Erfahrungen mit Betroffenen erzählen.

alfamobil 001Am Alfa-Mobil informieren die Mitarbeiter des BVAG im Rahmen der Kampagne „Nur Mut. Der nächste Schritt lohnt sich.“ bundesweit zum Thema Analphabetismus in Deutschland. Mit den Alfa-Mobil-Aktionen sollen Betroffene sowohl direkt als auch indirekt über eine breite Öffentlichkeit angesprochen werden. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Träger des Projekts ist der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. Der Verein fördert das Lesen und Schreiben. Er bedient das aus TV-Werbespots bekannte Beratungstelefon Alfa-Telefon und pflegt eine bundesweite Kursdatenbank. Die Vereinsarbeit wird durch Mitgliedsbeiträge, Spenden sowie Verkaufserlöse finanziert. Ernst Klett Sprachen sowie zahlreiche weitere Kooperationspartner unterstützen den Verband.