Ein dänisch-deutsches Abenteuer

daenemarkreise 2017 1Kontakte zwischen dem dänischen Tysk-Klubb aus Maribo und den Dänischkursen der VHS Eutin (Ltg. Frauke Keusen) und VHS Oldenburg (Ltg. Monika Emken) gibt es schon länger. Projekte, die das dänisch-deutsche Miteinander, das Kulturverständnis, das Lernen und Sprechen der Nachbarsprache fördern, können von „kultKIT“ finanziell unterstützt werden. Die Reise am 20. Mai mit Bus und Fähre nach Lolland, dort nach Nakskov, 4 Stunden mit 3 Postbooten, Gaia, Vesta und Drost auf dem Fjord zu den Inseln Slotø und Enehøje sowie die Rückreise am späten Nachmittag wurde von „kultKIT“ finanziert.

Heutzutage befördern die Postboote nur noch Touristen oder werden für Feiern gemietet, früher transportierten sie alles, was zwischen den Inseln und Nakskov hin und her musste. Gut zu hören war das Bemühen aller, die Sprache der anderen zu nutzen. Neben den „alten Hasen“ in den Sprachkursen hatten es die Sprachanfänger schwerer, bekamen aber Hilfe. Schade war, dass Skipper Otto Paludan, der auf der Insel Slotø über die Festung und Schiffswert Engelsborg erzählte, sehr schnell sprach und die deutschen Zuhörer so mancher Pointe nicht folgen konnten.

daenemarkreise 2017 2Auf Slotø (Schlossinsel) wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts vom Königshaus zur Sicherung der Stadt Naskov eine Festung und eine Kriegsschiffswerft erbaut. Als die Gruppe zwischen den dicken Mauern der Ruine stand und zuhörte, waren einige sicherlich noch über den eigenen Mut erstaunt. Am Anleger der Insel hatten nur zwei Boote Platz, so dass die Drost nur längsseits zur „Vestos“ gehen konnte. Die Besatzung der Drost musste dann auf das andere Boot klettern und von dort an Land. Die Drost war es auch, die wegen der geringen Wassertiefe nicht bis zum Steg der Insel Enehøje fahren konnte. Diesmal mussten ihre Passagiere auf dem Fjord in die kleinere Gaia wechseln, deren Mitfahrer schon auf der Insel ausgestiegen waren.

Die Inseln im Nakskov-Fjord sind sehr flach bis auf Enehøje, die sich mit einem bewaldeten Hügel aus dem Wasser erhebt. Søren Buhl Andersen, der dänische Leiter dieser Unternehmung, hatte alles wirklich perfekt vorbereitet, ein tolles Picknick mit verschieden belegten Sandwiches und Getränken auf Enehøje, später an schön gedeckten Tischen in einem Segelverein Kaffee und Kuchen. Dort wurde noch viel über den Tag gesprochen. Auch wenn Søren sicherlich keinen Einfluss auf das Wetter hatte, es hat sich nach grauen und windigen Vormittagsstunden zu einem hellen und warmen Sonnentag etwickelt.