Aktuelle News und weitere Infos der Volkhochschulen Ostholstein-Nord: Fehmarn, Heiligenhafen und Oldenburg.

Leitbild der VHS

 

1 Leitbild der VHS Oldenburg i. H. gGmbH
Mit dem hier vorgelegten Qualitätsmanagementhandbuch wird eine ausführliche Darstellung der Leitwerte und Ziele sowie der Produkte, Dienstleistungen und Arbeitsabläufe der VHS Oldenburg i. H. zur Verfügung gestellt. Wir haben erkannt, dass die hierbei hergestellte Transparenz der Leistungsqualität ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur fortlaufenden Qualitätsentwicklung unserer Einrichtung ist. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, die Instrumente und Methoden zur Steuerung und Bewertung unserer Ziele und Leistungen, in einem kontinuierlichen Prozess stetig zu verbessern. Hinsichtlich dessen wird die VHS Oldenburg i. H. ihr Instrumentarium zukünftig weiterentwickeln, systematisieren und implementieren und die Ergebnisse anhand interner Audits selbstverantwortlich überprüfen und anhand externer Audits in regelmäßigen Abständen überwachen lassen.

2.1 Organisationsform
Die VHS Oldenburg wurde 1946 als Verein gegründet. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Oldenburg in Holstein verfolgte sie ihre Aufgaben zunächst ehrenamtlich, seit 1991 hauptamtlich. Seit dem 1.1.2008 ist die VHS Oldenburg i.H. Teil der gemeinnützigen KulTour Oldenburg in Holstein GmbH. Die Trägerschaft dieser gGmbH, zu der neben der Volkshochschule auch die Stadtbücherei, der Kulturauftrag sowie Veranstaltungen angesiedelt sind, liegt zu 100% bei der Stadt Oldenburg i. H. In Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung sind neben der Verwaltungsspitze auch die politischen Vertreter der Stadt präsent. Die VHS Oldenburg i. H. ist Mitglied im Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins sowie der Arbeitsgemeinschaft der Volkshochschulleiter in Ostholstein e.V. Die VHS ist staatlich anerkannter Träger der Weiterbildung gemäß dem Weiterbildungsgesetz des Landes Schleswig-Holstein. Außerdem ist die VHS Oldenburg i. H. vom BAMF zugelassener Träger für Integrations- und DeuFö-Kurse.

2.2 Auftragsgrundlage
Gemäß § 9 der Landesverfassung versteht sich die VHS Oldenburg i. H. als Institution zur Förderung und Durchführung der Volksbildung. Sie definiert sich als öffentlich-rechtliche Weiterbildungsinstitution für die Stadt und die Region.

2.3 Identität und Auftrag
Die VHS Oldenburg i. H. versteht sich als moderne und dynamische Dienstleistungs-einrichtung für die Bürgerinnen und Bürger, für die Firmen der Region sowie für externe Auftraggeber, vor allem für Firmen, für das BAMF, für die Agentur für Arbeit sowie das Jobcenter Ostholstein. Sie definiert sich als kundenorientiert, d.h. sie richtet ihr Programm an den Interessen und Bedürfnissen der genannten Kunden aus. Zudem ist sie der verlässliche kommunale Weiterbildungsanbieter mit einer hohen Akzeptanz auch bei den anderen Weiterbildungsträgern der Region.

Die VHS Oldenburg i. H. legt zusammen mit den kleineren Volkshochschulen der Region (Heiligenhafen, Lensahn und Fehmarn) jährlich ein Programmheft vor, das alle sechs Bereiche des bundesweiten VHS-Kanons abdeckt. Dabei ist es der VHS Oldenburg besonders wichtig, die Barrieren für einen Bildungseinstieg so gering zu halten, dass allen Bürgerinnen und Bürgern ein Bildungszugang ermöglicht werden kann. Das Ziel „Gleiche Bildungschancen für alle“ ist ein Grundprinzip. Besondere Schwerpunkte setzt die VHS Oldenburg i. H. dabei auf die Grundbildung (sie ist auch Träger der Regionalstelle „Alphabetisierung und Grundbildung in Ostholstein“) sowie auf die berufliche Bildung. Zum Letzteren gehören auch die Sprachangebote, die sich neben den Bürgerinnen und Bürgern auch an Firmen wenden. Dabei definiert sich die Volkshochschule Oldenburg als Raum für selbstbestimmtes und freiwilliges Lernen, sie will die berufliche und persönliche Entwicklung ihrer Teilnehmer unterstützen und fördern. Zugleich versteht sie sich als sozialer Treffpunkt, der soziale und gesellschaftliche Grenzen zu überwinden hilft.

2.4 Werte
Der Mensch als lernendes und sich entwickelndes Individuum steht im Zentrum der Arbeit der VHS Oldenburg i. H. Dabei geht die VHS von dem Begriff des lebensbegleitenden Lernens aus. Sie bejaht die Aussage, der Mensch ist in jeder Phase seiner Entwicklung fähig zum Erwerb von neuen Erkenntnissen und Fähigkeiten. Das selbstbestimmte Lernen des Einzelnen steht im Mittelpunkt, was in erster Linie die Wahl des Lernstoffes und der Lernmethode bedeutet. Dabei flankiert die VHS Oldenburg i. H. mit den methodischen und didaktischen Ansätzen einer modernen Erwachsenenpädagogik und schafft eine inspirierende Umgebung. Auch bei Auftragsmaßnahmen steht das selbstbestimmte Lernen der Kunden zentral, hier allerdings umrahmt durch vorher detailliert abgesprochene Zielvorgaben seitens der Auftraggeber. Die VHS Oldenburg i. H. arbeitet dabei parteiübergreifend und weltanschaulich neutral und fühlt sich dabei an einen kritischen Wissenschaftsbegriff der Aufklärung gebunden.

2.5 Kundinnen und Kunden
Die VHS Oldenburg i. H. steht allen Menschen offen, gleich welchen Geschlechts, welchen Alters, welcher Nationalität, welcher Religion oder Weltanschauung. Als Kommunikationszentrum sucht sie die verschiedenen Positionen, um sie im Dialog zusammenzubringen. So versteht sich die VHS als interaktiv und als Diskussionsforum für verschiedene Vorstellungen. Grundsätzlich orientiert sich die VHS als zentraler Weiterbildungsträger in ihrem Angebot an den Wünschen und Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger der Region. Diese werden mit Fragebögen und persönlichen Gesprächen rekrutiert und umgesetzt. Insofern versteht sich die VHS als marktorientiert. Dies gilt auch für die Auftragsmaßnahmen. Nicht zuletzt in ihrer Form als gGmbH handelt die VHS dabei wirtschaftlich und möglichst effizient. Um den Zugang aller Gruppen zu gewährleisten, ist ein Ziel der VHS Oldenburg i. H. aber auch, die Preise für die Kurse so zu gestalten, dass sie kein Hindernis für den Kursbesuch darstellen. Dabei geht die VHS Oldenburg i. Hl von dem Wunsch der Kunden nach einer Veränderung durch Lernen aus. Sie schafft die Voraussetzungen für diese Wünsche und setzt den organisatorischen Rahmen – vor Ort und in der Region.

Dies wird durch eine enge Zusammenarbeit mit den kleineren Volkshochschulen in der Umgebung erreicht, das gemeinsame Programmheft unterstreicht das. Die VHS kooperiert weiterhin mit zahlreichen Institutionen, Vereinen und Einrichtungen in der Stadt und in der Region und schafft mit diesen und für diese spezielle und zielorientierte Angebote. Das regionale Netzwerk wird bezüglich Terminabsprachen und Kooperationen von der VHS Oldenburg bzw. ihrer Trägergesellschaft, der KulTour Oldenburg i. H. gGmbH koordiniert. Diese engmaschige Vernetzung gilt für die Wirtschaftsverbände ebenso wie für Vereine und Weiterbildungsträger. Als Kunden versteht die VHS Oldenburg auch die Firmen in der Region, für die sie an den Bedürfnissen der Auftraggeber orientierte Angebote entwickelt. Als Träger für berufliche Weiterbildungsmaßnahmen (nach AZAV) steht die VHS Oldenburg i. H. mit der Agentur für Arbeit sowie dem Jobcenter Ostholstein in einem ständigen Dialog, um hier Kursangebote zu entwickeln, die den Erwartungen nach einem möglichst schnellen Arbeitseintritt entsprechen. Die Arbeitsmarktorientierung spielt für die VHS Oldenburg i. H. eine zentrale Rolle.

In den letzten Jahren konnte ein großer Erfahrungsschatz in der Durchführung von Deutschsprachkursen und –prüfungen, in berufsbezogenen Sprach- und Grundbildungskursen und in Beteiligung an bundesweiten Grundbildungsprojekten gewonnen werden. Dabei arbeitete die Volkshochschule Oldenburg i. H. eng mit Jobcentern, Arbeitgebern, Ämtern und Interessenvertretungen zusammen.

2.6 Qualitäts- und Unternehmensziele
Die VHS Oldenburg versteht sich als regionales kommunales Weiterbildungszentrum, das sich Ziele in drei zusammenhängenden Bereichen setzt:
• Lernziele
• Soziale Ziele
• Ziele im Bereich der Umsetzung vom Maßnahmen (u.a. Arbeitsvermittlung)

Die Lernziele definieren sich am Grundsatz des selbstbestimmten Lernens und sind damit auch vom Teilnehmer her definiert. Zugleich führt die VHS aber auch abschlussbezogene Kurse durch, die sich an einem Zielkatalog orientieren. Vergleichbares gilt für Auftragsmaßnahmen, bei denen sich die Lernziele aus den Aufträgen und der detaillierten Absprache zu ihnen ergeben. Die VHS Oldenburg i. H. versteht sich zudem als sozialer Raum, in dem sich die unterschiedlichen Menschen und Gruppen zur Interaktion treffen. Die VHS konnte als Teil der KulTour gGmbH viel davon profitieren, dass in ihrem Hause viele Veranstaltungen stattfinden. Zudem unterstützt die VHS Erwerbslose und Arbeitssuchende bei ihren Bemühungen um Arbeitsaufnahme. Diese Unterstützung erfolgt durch Qualifizierungsmaßnahmen und durch gezielte Beratungen. Insgesamt ist es Ziel der VHS Oldenburg, ein breit gefächertes und kundenorientiertes Angebot für die Bürgerinnen und Bürger bereit zu halten, dabei wirtschaftlich und effizient zu arbeiten und trotzdem angemessene Preise vorzuhalten, die eine Weiterbildung nicht verhindern. – Beschäftigung und Schulung von Langzeitarbeitslosen, Praktikanten erwähnen?

Weitere Ziele sind die Verbesserung der Kundenorientierung, der Kundenzufriedenheit durch ein transparentes Beschwerdemanagement sowie eine ständige Verbesserung des Qualitätsmanagements. Selbstbestimmtes Lernen kann als erfolgreich bewertet werden, wenn die Teilnehmer ihre selbst gesetzten Ziele erreicht haben. Dazu trägt ein positives Lernklima bei. Abschlussbezogene Kurse orientieren sich wie Fremdmaßnahmen an einem Curriculum, das nachprüfbar sein muss. Kurse des Jobcenters und der Arbeitsagenturen orientieren sich nicht zuletzt am erfolgreichen Wiedereinstieg in den Beruf und an die Schaffung der Voraussetzungen hierfür. Die VHS Oldenburg legt messbare Ziele (s. Formblatt 1) fest. Diese werden überprüft und aktualisiert.

2.7 Fähigkeiten und Leistungen
Die VHS Oldenburg ist eine Stätte der Wissensvermittlung und zugleich ein sozialer Treffpunkt, wozu auch die räumliche Ausstattung beiträgt. Kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen und öffentliche Diskussionen ergänzen in den Räumen der VHS ihre Angebote. Als lernende Institution baut sie dabei auf ein von Selbstverantwortung getragenes Miteinander von hauptamtlichen Pädagogen und Verwaltungsmitarbeitern, den zahlreichen Dozenten sowie den Teilnehmern. Die VHS Oldenburg i. H. greift dabei auf ein motiviertes und an den Zielvorgaben orientiertes Team zurück, wozu ausdrücklich auch die freien Dozenten gehören, was bei den begrenzten personellen Ressourcen unabdingbar ist. Dabei steht die Kundenorientierung im Mittelpunkt.

Das Programm der VHS Oldenburg i. H. gliedert sich nach den bundesweiten Vorgaben in sechs Fachbereiche:
• Gesellschaft
• Beruf
• Sprachen
• Gesundheit
• Kultur
• Spezielles (z.B. Grundbildung und Alphabetisierung, Junge VHS).

Dazu kommen Auftragsmaßnahmen, mit dem Auftraggeber abgesprochene spezielle Kurse, in Kooperation durchgeführte Kurse sowie Maßnahmen nach den Vorgaben des Europäischen Sozialfonds (ESF). Aufträge des Jobcenters und Drittmittelprojekte wie z.B. das mit der Stadt Oldenburg i. H. gemeinsame Projekt AlphaKommunal – Transfer 2015- 2018. Der VHS ist es gelungen, von den drei digitalen Knotenpunkten des Landes Schlewig-Holstein, einen in Oldenburg anzusiedeln, um moderne Lern- und Kulturangebote in Kooperation mit der Stadtbücherei anzubieten.

Die zusätzlichen Angebote der VHS unterstreichen ihren kulturellen Auftrag, der ohnehin im gGmbH-Vertrag festgeschrieben ist.

Das Programmheft erscheint einmal jährlich als Gesamtprogramm der Volkshochschulen im Norden Ostholsteins. Diese Kooperation umfasst neben Oldenburg die kleineren Volkshochschulen in Lensahn, Heiligenhafen und Fehmarn. Mit den beiden letztgenannten zusammen existiert ein Internetauftritt für alle Angebote der Volkshochschulen. Weiterhin veröffentlicht die VHS Oldenburg i. H. ihr Programm mit Flyern, Presseberichten, Internetseiten sowie einer wöchentlichen Kolumne.

2.8 Ressourcen
Die VHS Oldenburg i. H. arbeitet mit fachlich und pädagogisch qualifiziertem hauptamtlichen Personal in der pädagogischen Planung und in der Verwaltung. Dazu kommen die personellen Ressourcen der gGmbH insgesamt, die partiell immer wieder für die Arbeit der VHS eingesetzt werden. Alle Mitarbeiter qualifizieren sich ständig weiter, Fortbildungsangebote werden für sie bereitgehalten und (teil)finanziert. Getragen wird die Volkshochschule von ihren rund 80 qualifizierten und motivierten Dozenten. Dazu kommt die ehrenamtliche Unterstützung durch den Förderverein „Volkshochschule Oldenburg e.V.“

Seit dem 01.10.2011 verfügt die VHS Oldenburg i. H. über ein eigenes Gebäude, das in sieben gut ausgestatteten Seminarräumen die unterschiedlichen Ansprüche einer modernen Erwachsenenbildung erfüllt. Alle Räume sind technisch und gestalterisch an dem Anspruch einer modernen Weiterbildungsinstitution ausgerichtet. Durch die finanzielle Unterstützung durch Land, Kreis und vor allem der Stadt Oldenburg i. H. kann die VHS ihr Angebot preislich sozialverträglich gestalten und auch weitgehende Sozialermäßigungen garantieren. Bei Fremdmaßnahmen ist sie aber an das Gebot der Wirtschaftlichkeit gebunden und weist dies anhand einer kaufmännischen Buchführung nach.

2.9 Interne und externe Kommunikation des Leitbildes
Das Leitbild wurde in Gesprächen und innerhalb der Volkshochschule entwickelt. Dabei wurden auch Vorgaben anderer Institutionen herangezogen. Nach einer Bearbeitung durch den Geschäftsführer wurde es dem Aufsichtsrat der gGmbH vorgelegt. Es stellt die Grundlage für die gemeinsame Arbeit dar und ist auf der Internetseite der Volkshochschule veröffentlicht. Zudem wird es gekürzt im Programmheft der VHS gedruckt und in den Besprechungen der VHS kommuniziert und aktualisiert werden.